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Von Kapstadt aus fahren wir heute die N7 nach Norden. An Weinbergen und Zitruswäldern vorbei geht es an den wildzerklüfteten Cedarbergen entlang. Ein Blick aus dem Fenster auf die Cedarberge lohnt sich, zum Wandern müssten wir viel mehr Zeit haben. Die Hitze wird immer größer, die Landschaft rauher. Besonders reizvoll soll diese Strecke, die auch "Blumenroute" genannt wird, von August bis Oktober sein, wenn sich hier ein großes Blumenmeer ausbreitet. |
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Über steile Gebirgspässe erreichen wir Piekenierskloof. Eine schöne Lodge auf der Paßhöhe lädt zum Verweilen ein. Der Ausblick hier ist grandios! Wir verlassen nun die Provinz Southern Cape und gelangen nach Northern Cape. |
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Das Namaqualand, das wir nun durchqueren, erinnert mich sehr an Namibia, wo wir vor zwei Jahren Urlaub gemacht haben. Von Steinkopf aus geht es einen steilen Paß immer bergab. Je tiefer wir kommen, umso mehr weitet sich die Landschaft zu einer riesigen Sandwüste aus. Der Küstenort Port Nolloth ist nur deshalb interessant, weil er mitten in dieser Wüste liegt und ein Kreuz am Strand vom Gottvertrauen der Bewohner zeugt. Wer Africaans kann, sollte das Bild vergrößern und den Psalm lesen! |
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Leider kann ich Euch das Richtersveld nicht zeigen, da wir nur einen PKW haben. Um dort zu fahren braucht man Allradantrieb. Wir fahren jetzt also zurück bis Springbok und biegen dort ab auf die N14. Rechterhand haben wir jetzt die Große Karoo, linkerhand die Kalahari. Wer will den Karoo-Berg besteigen? Über den Wildzaun könnte man ja gerade noch klettern, aber weiter wäre es doch schon unbequemer!
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Die Kalahari ist eine Halbwüste. Der Boden ist zwar sandig, aber es finden sich darauf noch niedrige Dornbüsche und kurzes Steppengras. Der größte Teil der Kalahari befindet sich in Botswana, im Süden ragt sie noch ein Stück nach Südafrika hinein, im Westen gehört ein Streifen zu Namibia. Sie ist nicht so lebensfeindlich wie reine Sandwüsten, vermittelt aber auch das Gefühl der unendlichen Weite. |
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Hier nahe den Grenzen nach Namibia und Botswana könnt Ihr menschenleere Straßen erleben, nur selten mal ein Auto! Dabei ist die Straße bestens ausgebaut, asphaltiert sowieso. Ein straßenbauliches Meisterwerk! Vor Upington biegen wir ab auf eine "typisch afrikanische" Straße. Sie führt zu den Augrabies-Falls, "Augrabies" heißt in der Sprache der Einheimischen soviel wie "Tosende Wasser". Es geht hier zwar über Stock und Stein, aber die Fahrt lohnt sich! Das ist Kalahari! |
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Das Gebiet um die Falls herum ist canyonartig zerklüftet. Der Orange-River hat sich ein tiefes Bett gegraben und wälzt sich mal tosend, mal träge durch bizarr aufragende Felsen. |
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Weinanbau mitten in der Wüste? Jedenfalls bekommt er hier viel Sonne. Er schmeckt ausgezeichnet, am besten probiert Ihr ihn selbst! |
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Bevor wir die Wüste verlassen, spazieren wir noch ein wenig durch die mondkraterähnliche Landschaft der Augrabies. Hier begegnen wir keinem Menschen und fühlen uns wirklich fast wie auf einem anderen Stern.
So schön es in der Kalahari ist - jetzt geht es auf der schnurgeraden Straße weiter nach Kimberley.
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