An der Grenze vom Free-State nach Quazulu-Natal, nicht weit von Harrysmith, liegt die Stadt Phuthadithjaba, nur wenige Kilometer trennen sie von Lesotho. Wir kamen durch Zufall dorthin, da wir eine Stadt suchten, um uns zu verproviantieren. Daraus wurde nichts. Wir trafen auf eine riesige Stadt mit desolaten Straßen und einem bunten turbulenten Leben von ausschließlich schwarzer Bevölkerung. Die sahen hinter uns her, als wären wir das siebte Weltwunder. Ein Homeland, hier leben die Zulus noch ihren Stil, und gottseidank nicht so verkommen, wie wir es vor Kapstadt gesehen hatten.
Wir waren irritiert und trauten uns nicht auszusteigen. Da die Wegweiser nur noch in Zulu und nicht mehr in Englisch beschriftet waren, haben wir uns heillos verirrt und waren froh, endlich einen Ausgang zu finden.
Hier ist uns die Trennung zwischen Schwarz und Weiß besonders bewußt geworden. In den Köpfen der Menschen wird sie noch lange bleiben!
| Quazulu-Natal ist eine von Schwarzen geprägte Provinz. Auf dem Lande leben sie noch nach alter Sitte mit ihrem Vieh in Rundhütten, die die Weißen "Rondavels" nennen. Die Weißen sind weit weg, die Konflikte sind geringer. |
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Wo Touristen anzutreffen sind, wittern Kinder und Jugendliche der Zulus gleich ein Zubrot zum täglichen Lebensunterhalt. Sie betteln aber nicht, sondern bieten etwas fürs Geld. Hier treffen wir vor dem Eingang zum Hluhluwe-Park eine temperamentvolle Musikkapelle mit fetzigen Zulurhythmen. Ein Foto dürfen wir auch machen. |
| Die Zulus sind ein künstlerisch begabtes Volk. Schon in Kirstenbosch bei Kapstadt haben wir im Botanischen Garten ihre Kunstwerke bestaunt. Nun treffen wir auf diesen fast furchteinflößenden kunstvoll gestalteten Eingang eines kleinen Restaurants. |
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Besonders diese Holzschnitzerei hat mir gefallen. Zeigt sie doch, dass die wesentlichen menschlichen Empfindungen wie Liebe, Trauer, Zärtlichkeit, Freude nicht rassenabhängig sind. Warum nur sehen die Menschen diese Gemeinsamkeiten nicht und schaffen soviel Unfrieden in der Welt? |